Das diesjährige Jubiläumsfestival in Wacken hat auf jeden Fall neue Maßstäbe gesetzt. Ein Highlight war für mich ein modernes Kassensystem mit der Möglichkeit per Kreditkarte zu zahlen und zwar mitten im Metal Market, der Merchandising Meile beim Wacken Open Air. Musikalisch gesehen kann man nur sagen, dass sich ein Höhepunkt an den nächsten reihte. Mein absoluter Favorit in diesem Jahr war ASP, am Freitag, nachts um 2.00 Uhr auf der Party Stage. ASP hat sein Publikum so sehr in seinen düsteren Bann gezogen, dass nach dem Konzert die “Zugabe” Rufe kein Ende nehmen wollten. Das habe ich bei keinem anderen dort stattfindenden Konzert so erlebt. Noch lange in dieser Nacht hörte man die “Heeeejooo” Rufe, mit denen er das Publikum in seine Show einbezogen hatte, auf dem Zeltplatz. Aber zurück zu diesem Kassensystem. Leider ist mir beim Packen für Wacken ein entscheidender Fehler passiert. Ich habe die Tasche mit dem festen Schuhwerk und den Socken zu Hause stehen lassen. Das scheint im ersten Moment nicht so schlimm zu sein, aber wer Rockfestivals kennt, wird sich sicherlich auf die Schenkel klopfen, wenn er liest, dass ich zum Auto fahren ein Paar weiße, dünne Riemchensandaletten anhatte. Diese zarten Gebilde waren dann auch das Fuß Outfit mit dem ich mich, nach Aufbauen des Zeltes, auf den Weg zum Festivalgelände machte. Kein Problem, Straße, alles klar. Aber die Zeit wurde knapp, Schandmaul, eine weitere meiner Lieblingsbands sollte bald spielen, also keine Zeit nach Schuhen zu schauen. Aber gut, Schandmaul, dachte ich so bei mir, das wird sicher nicht so schlimm. Falsch gedacht, der Song “Vogelfrei” kam, das Publikum sollte rhythmisch dazu hüpfen, was sie auch taten. Zum Teil mit Springerstiefeln auf meine bloßen Zehen. Rückzug zum Metzelt, dort gab es übrigens kein Kassensystem, sondern nur die obligatorische Geldlade. Aber ich war schlau geworden, der Regen ließ nach, ich marschierte mit meinen mittlerweile schwarzen Sandaletten durch den frischen Schlamm zum Metal Market. Um nicht allzu sehr in Versuchung zu geraten, hatte ich allerdings für die drei Festivaltage nur eine begrenzte Menge an Bargeld mitgenommen, war daher in der Zwickmühle. Das zweite, etwas größere Zelt hatte eine Auslage mit genau den Stiefeln, die ich mir vorgestellt hatte. Anprobiert, passten perfekt. Der Preis war allerdings nicht gerade von schlechten Eltern, das hätte mir das Festival gesprengt, aber egal, ging halt nicht anders. An der Theke mit dem Kassensystem angekommen sah ich dann, dass dort Zahlung mit Kreditkarte möglich ist. Ja! Gerettet! Visa, Mastercard oder auch EC-Karte, alles kein Problem. Dank modernem Kassensystem mit angeschlossenem Kartenlesegerät, verbunden per Telefon. Klappte wunderbar, außerdem machte dieser Merchandising Shop gerade noch eine 20 Prozent Rabattaktion. Meine Mastercard hingereicht, abgefragt, unterschrieben und die tollen Stiefel waren mein. Mit Stahlkappe für die geschundenen Zehen und richtig dicker, geschraubter Sohle. Dank Kassensystem werde ich die nächsten Jahre alle Festivals mit heilen Zehen überstehen und nie wieder komme ich in die Verlegenheit, meine Stiefel zu Hause stehen zu lassen. Ich werde sie schon für die Fahrt anziehen! Natürlich habe ich den Verkäufer nach dem Kassensystem gefragt. Er meinte, die Chefs arbeiten schon seit einiger Zeit mit Kassensysteme n, vor allem, weil sie ja am nächsten Wochenende schon auf dem nächsten großen Festival aufbauen. Daten aus dem Kassensystem werden nachts ausgelesen und ausgewertet, so haben sie die Umsätze und den Warenbestand genau und einfach im Griff. Die Kartenzahlung über die Kassensysteme ist ein weiteres, praktisches Bonbon, durch das sich schon mancher zusätzlicher Umsatz ergeben hat. Geile Performance! Bis nächstes Jahr in Wacken.
Tags:Kasse, Kassen, Kassensystem, Kassensystem, Kassensysteme, Kassensysteme